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Melt - "Pure Melt"

This Japanese powerhouse trio straddles raw rock jamming with jazz interplay and contributions from phonographs and synthesizers. Marcos Fernandes plays these as well as rolling, thunderous drums. Guitarist Takashi Ueno and bassist Jyoji Sawada have both been on many records over the past twenty years, not as many as the prolific Fernandes, but everyone brings in interesting playing that merges well together. At times, it sounds like superb Can jams or what Tortoise could have turned into had they stuck with the harder, inventive edge of their first LP, or the Directions In Music LP. They sound like a few different bands, especially with Ueno’s turn playing delicate acoustic guitar on one track.

      - Josh Ronsen, Monk Mink Pink Punk


Debut release per il trio giapponese Melt, all'insegna di una creatività libera e senza restrizioni. Impro luminosa, che lambisce territori post rock e non disdegna rarefazioni lisergiche. Marcos Fernandes (da tre decadi attivo in California. Batteria, field recordings e synth), Takashi Ueno (Tenniscoats) alla chitarra (acustica/elettrica), il basso, il piano e il contrabbasso di Jyoji Sawada. Rodati a puntino da un'intensa attività live in ogni possibile anfratto disponibile fra Tokyo e Yokohama. “Pure Melt” scorre piacevole ed intrigante, fra cenni pestati che paion una versione dei Laddio Bolocko più atmosferici (Advance), non disdegnando passi di funk strapazzato (On The Prowl) e sezioni a maggior tasso jazz/ambientale (Languor). Poi ci si imbatte in bizzarre costruzioni che integrano psichedelia, allucinazioni lounge e svenimenti cool (la visione storta di Was It Just Yesterday). Sino a giunger ad episodi deliziosi come l'acustica e delicata Zephyr, la rurale Bed Of Straw e la notturna scomposizione contemporanea di So You Have Come. Calore, immediatezza e complessità, serve altro?

      - Marco Carcasi, Kathodik


Kann heute noch ‚Neodadaistischer Rock' gesagt werden, oder ist der Begriff seit den schrägen 1980ern, als No Wave, Art Punk und allerlei schnöder Indie-Sound den ‚Underground' beherrschten, verbrannt? Melt, die da Takashi Ueno (g), Jyoji Sawada (b, p) und Marcos Fernandes (dr, synth, phonographs) sind, haben keinerlei Ansätze an Independent-Klänge der 80er. Das Trio japanischer Musiker spielt etwas, was zusammengefasst vielleicht Heavy Ambient Post Rock genannt sein kann. Da sind improvisativ wirkende Ansätze an Post Modern Jazz zu finden, an Electric Jazz, an PostRock, die Atmosphäre des Avantgarde Prog (ohne Prog-Extrakomplexe).

Der dynamisch straffe, dabei lässig entspannte Sound der 10 um 4 bis 9 Minuten langen Songs schwebt und träumt selbstvergessen, und ist zugleich knackfrisch und deftig, was an Marcos Fernandes' Schlagzeugspiel liegt. Obschon das Album weit von Endsechziger Rock und allen solchen prägenden Vergleichen entfernt ist, ist zwischen den Noten doch erstaunliche Weise der Geist von Jimi Hendrix zu spüren, eher in der Atmosphäre als der elektrischen Gitarre, und wenn ein Instrument die Nähe einbringt, dann das Schlagzeug.

Die Gitarre mit partieller Unterstützung des Pianos flicht verschlungen lyrische Pfade in improvisativer Note, straff vom Bass unterstützt, der eher melodisch zu hören ist, als dass er sich an Basisstruktur abarbeitet. Das Schlagzeug donnert und poltert, kann indes auch zurückgenommen als Kleinbahn dahinziehen. Marcos Fernandes, nach eigener Aussage eher an Sound als an Musik interessiert, bringt erstaunlich wenig phonografische Aufnahmen ein. Vermutlich fand das Trio schnell seine innere Balance und atmosphärische Stimmung, so dass die Arbeit an den drei (klassischen Rock-)Instrumenten überwiegend vollkommen ausreichte, alle Songs reich und romantisch karg klingen zu lassen. Ein paar Piano-Einschübe dort, kratzige Electronic dort, partiell Phonography zur verstärkenden Illumination, und ein unsagbar reiches, tief gehendes und erfüllendes Album, viel mehr Musik als Sound, und ebenso Sound wie Musik, hat seinen Ausdruck.

      - Volkmar Mantei, Ragazzi



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